Der Anfang

Am 22.01.2010 schaute ich bei Quoka nach Hunden, die ihren Besitzern so wenig wert waren, dass sie verschenkt wurden. Blöde Angewohnheit, aber was solls.

  

Ich entdeckte Cliffs Anzeige und ein Bild, wo er mit einem Stachelwürger in die Kamera grinste. Folgender Text stand dabei:

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„Zu Verschenken! Sehr lieber jaghund mischling ist ein rüde abzugeben wg. zeitmangel er ist sgt. erzogen 1jahr alt versteht sich mit anderen hunden und ist mit kindern aufgewachsen. so schnell wie es geht bitte melden wir sine 8uhr bis 21uhr ereichbar.“

Um das Ganze abzukürzen: Sonntag abend fuhren Suse und ich los nach Pforzheim, fieses Schneegestöber, Treffpunkt Aldiparkplatz. Wir sehen einen Hund, der einen ca 15-jährigen Jungen hinter sich herschleift, der sich für die Verspätung entschuldigt „die Familie mußte sich noch verabschieden“. Der Junge hatte weder Name noch Anschrift von uns, wußte NICHTS über uns. Cliff hatte kein gepacktes Köfferchen, sondern wurde uns nur mit Leine und Halsband in die Hand gedrückt. Kein Impfausweis, keine Decke, kein Futter, keine Infos. Ich ließ mir nen Übereignungsvertrag unterschreiben. Der Junge fragte: „Was isch das?“ Ich dann so: „Da steht drin, dass Du ab dem heutigen Tag alle Rechte und Pflichten an mich abtritts und nicht morgen wieder ankommen kannst, falls du den Hund zurück haben möchtest.“ Das hat den Jungen zum Lachen gebracht und er hat schnell unterschrieben. Ich kenne wenige Ausländer, die Huber mit Nachnamen heißen, aber was solls.

Wir könnten Cliff jetzt zerstückeln, vierteilen, ans Labor verscherbeln oder weiß der Geier was. Es hätte den Jungen nicht interessiert.

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