Achtzehnter Tag

Was Alleine-Bleiben angeht, traue ich ihm gerade keinen Meter mehr. Er schreit so laut, dass man ihn noch 5 Häuser weiter hört. Ich würde hier ungern die ganze Straße gegen mich und die Hunde aufhetzen..Deshalb war ich zwei Tage recht desillusioniert, was fürs Training natürlich nicht gerade förderlich war. Somit habe ich auf trainieren verzichtet. Es ist wichtig, dass man das Üben „guten Mutes“ angeht und nicht unsicher ist.
Cliff wurde gestern überall hin mitgeschleppt, auch wenn er die meiste Zeit im Auto saß. Das klappt jetzt auch sehr gut, er schläft und schreit mich auch nicht mehr an, wenn ich wieder einsteige. Abends war er dann so platt, dass ich mich doch noch ans Training gewagt habe.
Aufgabe war in seinem Korb zu bleiben (1.Stock), während ich mich unten Anziehe, den Schlüssel nehme und das Haus verlasse. Die Kombination Schlüssel+Haustürgeräusch sind seine Auslöser (Trigger), die ihn direkt zum Schreien ermutigen. Das habe ich dann gestern abend „bearbeitet“ und ihn beim ersten Schreikrampf wieder auf seinen Platz zitiert mit dem Signal „Bleib“. Nach dem dritten Durchlauf hat ers kapiert und blieb liegen, während ich durch den Garten stapfte. Dafür bekam er natürlich grooßeess Lob. Insgesamt gab es 6 Durchläufe, die immer besser klappten.
Soweit sind wir jetzt, ich kann mich anziehen, Schlüssel klimpern und in den Garten gehen, ohne dass er sich aufregt. Ein erster Schritt, aber immer hin.

Heute lasse ich ihn wieder nicht alleine, sondern übe nacher in Ruhe wieder „das Ritual“.
Das Gute ist, dass Cliff nur zu Anfang heult, sich dann aber entspannt und schläft, wenn ich nach Hause komme. Umso besser, dadurch weiß ich, dass die ersten 10 Minuten die wichtigsten sind und ich genau da ansetzen muß. Jetzt sind wir bei 2 Minuten, wieder mal: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Cliff ist übrigens auch ein Gülle-Wälzer, was die Zeit mit ihm im Auto nicht gerade angenehm gemacht hat..

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